Von Windhoek zur Sossusvlei nach Swakopmund

Do 22. Januar: Diesmal war um 7 Uhr Weckzeit. Nachdem wir unsere Sachen im Wagen verstauten, fuhren wir in die City. Dort gab es ein gutes Frühstück in der Mall bevor es dann losgehen sollte zur Sossusvlei, in die Wüste Namib. Da der Wagen trotz der Reparaturversuche immer größere Probleme bereitete, änderten wir unser Ziel. Nun ging es zum Atlantik, nach Swakopmund.

Wir alle bezweifelten, dass der Wagen den Weg durch den tiefen Sand der Wüste schaffen würde. Nun hofften wir, gut am Atlantik anzukommen. Etwa 30 Kilometer bevor wir den Atlantik erreichten, wurde der Wind merklich kühler. Nach 385 km in neun Stunden, mit einem stark angeschlagenen Wagen auf Gravelroads und über einige sehr steile Pässe, sind wir dann gemütlich in Swakopmund eingetrudelt.

Unsere Zelte aufgeschlagen hatten wir in der „Desert Sky Backpackers Lodge”. Eine schöne und empfehlenswerte Anlage. Nach dem Zeltaufbau noch eine wohlverdiente Dusche und dann ging es zum Abendessen ins Brauhaus. Ein typisches Essen dort: Schnitzel und anschließend Apfelstrudel. Kein Scherz, es ist dort eine Spezialität. Während des Essens machten wir uns schon mal Gedanken, wie wir wieder nach Windhoek zurückkommen würden.

Ein Tag in Swakopmund

Fr 23. Januar: Heute war Strandtag. Es gab nur Entspannung für uns. Olaf versuchte den Wagen reparieren zu lassen. Morgens ist es in Swakopmund häufig sehr diesig und kühl. Da aber an diesem Morgen eine Stromleitung repariert werden sollte, hatten wir in der Küche keinen Strom für heißes Kaffeewasser. Also kam doch wieder der Campingkocher zum Einsatz.

Nach dem Frühstück gingen wir bei diesem nebligen Wetter erst in der Stadt und anschließend am Strand spazieren. Ab 11 Uhr kam die Sonne so richtig kräftig hervor. Nachmittags ging es erneut zum Strand, diesmal zum sonnen. Durch den starken und kühlen Wind vom Atlantik, spürten wir die Sonne nicht so stark. Außerdem ist es schon fast eine Mutprobe im eiskalten Wasser zu baden. Wir taten es nicht. Nur mit den Füßen mal kurz ins Wasser, das sollte uns reichen. Wir hatten am Abend alle einen leichten Sonnenbrand.

Dann wurde uns von Olaf mitgeteilt, dass wir mit dem Bus (Intercape Mainliner) nach Windhoek zurück müssen, da der Wagen doch zu große Probleme bereitete und am Sonntag eine Reparatur nicht möglich war. Leider ist es nicht zu garantieren, auf diesen schwierigen Strecken durch den Busch und Steppen Afrikas, ohne Pannen durchzukommen. Aber an den Pannen zeigt sich ein guter Reiseleiter. Unsere Abreise und auch die letzte Nacht in Windhoek hatte er gründlich organisiert. Keiner sollte sich von diesen kleinen Pannen, von solch einer tollen Reise abhalten lassen. Irgendwie waren sie für mich das Salz in der Suppe einer fantastischen Reise.