Die Nationalparks auf unserer Reise

Nationalparks

Bei unserem Aufenthalt in Livingstone besuchten wir den einzigen Ort Sambias an dem noch Nashörner zu bestaunen sind, den Mosi-O-Tunya-Zoological-Park.

Begonnen hatten wir im Chobe National Park im Norden Botswanas. Dort hatten wir im Savuti Camp Site unsere Zelte aufgebaut. Unser nächstes Ziel war der Moremi Game Reserve. Dieser liegt im Okawango Delta und schließt an den Chobe National Park an. Unsere Zelte hatten wir im Xakanaxa Camp Site aufbaut. Nachdem wir im Crocodile Camp in Maun uns ein wenig ausgeruht hatten fuhren wir in den Central Kalahari Game Reserve. Dort hatten wir zuerst auf dem Campingplatz in der Sunday Pan übernachtet und anschließend in der Pipers Pan.

In allen Parks sind Gebühren zu zahlen. In Botswana wird das Eintrittsgeld vor der Einfahrt bar in Pula fällig. Die Gebühren sind folgenderweise gestaffelt:

Die Parkgebühren und auch alle sonstigen aktuellen Infos, z.B. wie und wo die Parkaufenthalte gebucht werden können, sind auf der offiziellen Webseite von Botswana zu finden.

Mosy-Oa-Tunya
Mosi-O-Tunya Zoological Park

Der Mosi-O-Tunya Zoological Park liegt entlang des Sambesi bei den Victoria Fällen. Der Park hat zurzeit eine Größe von 66 km². Es gibt aber Pläne diesen zu vergrößern. Die einzigen Nashörner Sambias können in diesem Park besichtigt werden. Außerdem gibt es dort zahlreiche Antilopen, Giraffen, Zebras, Warzenschweine, Büffel und viele Vogelarten. Elefanten durchqueren des öfters den Sambesi und sind immer mal wieder im Park zu bestaunen.

Chobe
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Schon in den 30er Jahren kam die Idee auf, im Bereich des Chobe einen Nationalpark einzurichten. Diese Idee konnte aber erst in 1961 umgesetzt werden. Der heutige Chobe National Park (CNP) ist mit seinen fast 11.000 km² der drittgrößte Botswanas. Der größte ist der Central Kalahari Game Reserve gefolgt vom Gemsbok National Park.

Der CNP bietet extreme Kontraste in Landschaft, Vegetation und Tierwelt. Es gibt fast tropische Bereiche um den Linyanti Sümpfen bis hin zu den fast schon wüstenartigen Gebieten bei Savute und den üppigen, saftigen Graslandschaften des Chobe Überschwemmungsgebietes. Auch gibt es im CNP Wälder.

Der Chobe gab dem CNP seinen Namen. Er begrenzt den Park im Norden. Der Fluss entspringt dem Hochland von Angola und heißt dort Kuando. Nachdem er Botswana erreicht wird der Name geändert in Linyanti. Bei Parakurungu wird er zum Itenge und erst in der Nähe der Ngomo Bridge erhält er den Namen Chobe. Der Fluss hat größere Überschwemmungsgebiete in regenreichen Jahren.

Die zum Teil schroffe Landschaft um Savute war früher der Grund eines riesigen Binnensees. Die Savute Marsh ist der tiefste Punkt der Mobabe Depression und ist der einzige Teil der in diesem Gebiet in jüngster Zeit überschwemmt wurde. Die abgestorbenen Bäume sind immer noch Zeugen der Überschwemmung. In der Mobabe Depression gibt es westlich Mopane Wälder und östlich Akaziensträucher und Bäume. Eine andere faszinierende Landschaft sind die Hügel die zum Teil aus vulkanischer Aktivität entstanden sind. Zum anderen formte sie der einstige Supersee.

Im CNP gibt es die dichteste Elefantenpopulation Afrikas. Im Park leben zum Teil bis zu 70.000 Elefanten. Leider ist dies nicht problemlos. Es gibt leider mehr Elefanten als der Park verkraften kann. Sodass diese Tiere ihre Umwelt immer stärker schädigen. Im Park gibt es außerdem Löwen, Geparden, Zebras, Gnus, Impalas, Strauße und noch viele andere Tiere.

Das Reisen im CNP während der Regenzeit kann zum Teil schwierig werden. Es hängt von den Niederschlagsmengen ab. Man wird aber für seine Mühen belohnt durch die vielen Jungtiere die überall umher springen, den wunderbar grünen Landschaften und das die Tiere nicht nur an irgendwelchen Wasserlöchern sondern überall zu finden sind.

Von Savute aus gibt es zwei Wege in Richtung Mababe Gate im Süden, die sich ca. zehn Kilometer vor dem Gate treffen. Die eine Strecke nennt sich „sand ridge Road” und ist die westliche. Sie führt durch Mopane-Wälder. Die östliche Strecke ist die „marsh road”. Sie ist die wohl schönere Strecke aber leider, nicht nur in der Regenzeit, nur selten befahrbar. Um Savute gibt es viele sandige Wege. Während der Regenzeit wird der Sand kompakter und ist leichter zu befahren wie in der Trockenzeit. Der Von Kasane nach Savute ist überwiegend sandig. Der Weg von Kasane zur Ngomo Bridge soll in den nächsten Jahren asphaltiert werden. Von Kavimba zu den Gcoha Hills gibt es überwiegend Wege aus schweren, roten, losen Sand. Dieser Weg ist besser während der Regenzeit zu befahren. Um den Gcoha Hills kann es während der Regenzeit zu Überschwemmungen kommen. Dann ist eine Weiterfahrt nur sehr schwer möglich.

Im CNP gibt es keine Geschäfte und Tankstellen. Also müssen die Vorräte bis Maun reichen auch wenn noch der Moremi Game Reserve besucht werden sollte. Der direkte Weg von Kasane bis Maun sind 360 Kilometer. Die hunderte von Kilometern für die Game Drives und den Ersatzsprit für extra schweres Gelände (sehr hoher Verbrauch) muss dann auch noch einkalkuliert werden.

Im Chobe gibt es fünf Campinglätze, wovon aber nicht immer alle geöffnet sind. Im Savuti Camp Site gibt es Wasser, Toiletten und Duschen. Früher hatten durstige Elefanten die Anlage auf ihrer Suche nach Wasser während der Trockenzeit regelmäßig zerstört. Mittlerweile gibt es elefantensichere Toiletten/Duschanlagen und Wassersteine. Vorsichtig sollte mit allen Arten von Lebensmittel, auch Reste davon, und mit Medikamenten umgegangen werden. Immer tiersicher wegschließen oder in den tiersicheren Abfallbehältern schmeißen. Hyänen stehlen einem fast alles nach Essen riechende unter der Nase weg. Zum Glück sind sie aber äußerst feige, solange sie nicht in großen Gruppen auftauchen, und können deshalb leicht vertrieben werden. Paviane können Reißverschlüsse öffnen und durchwühlen verlassene Zelte und Taschen nach allem was essbar ist.

Moremi
Moremi Game Reserve

Der Moremi Game Reserve (MGR) ist der erste Naturschutzpark der von einem afrikanischen Stamm, den Ba Tawana, auf ihrem eigenen Gebiet 1963 gegründet wurde. Zu dieser Zeit wurde der Ba Tawana Stamm von Fr. Moremi, der Witwe von Häuptling Moremi III, geführt weil ihr Sohn Matiba noch zu jung war. Dieser Park wurde gegründet um in dieser einmaligen Landschaft die Pflanzen und Tiere für die künftigen Generationen zu erhalten. Anfangs war das Trockengebiet zwischen den Khwai und dem Mogogebo River ohne Chief´s Island das Schutzgebiet. In den 70ern kam Chief´s Island hinzu. Damit war der MGR 3.825 km² groß. In 1991 wurde ein Gebiet zwischen Nqoga und Jao River hinzugefügt. Seitdem hat der Park eine Größe von 4.871 km². Dies ist fast ein Drittel des Okawango Deltas.

Der MGR umfasst dauernd überschwemmte, zeitweise überschwemmte und trockene Gebiete. Der Moremi ist das Haupttourismusgebiet Botswanas. Etwa 80% des Trockengebietes ist von Mopane-Wälder bewachsen. Auch gibt es große Graslandschaften und viele Blumen. In den dauernd überschwemmten Gebieten sind sehr große Flächen von Ried und Papyrus überzogen. Im Park gibt es Elefanten, Flusspferde, Büffel, Löwen und viele andere Wildtiere zu sehen. Besonders interessant sind auch die vielen Vogelarten die hier leben.

Aus dem MGR ist Maun über zwei Wege zu erreichen, die sich wieder treffen. Der Weg über Shukumukwa Village ist zwar kürzer aber dauert wegen der schlechten Wege länger. Beim anderen Weg gibt es ab dem Seuchenzaun 20 Kilometer Gravelroad. 47 Kilometer von Shorobe bis Maun sind asphaltiert. Im Park selber sind je nach Regenfall gute bis nicht zu befahrene Buschstrassen. Alle Wege im Moremi erfordern einen 4WD-PKw. Im Park gibt es mehrere Baumstammbrücken. Mit einer Ausnahme, gibt es hier keinerlei Geschäfte und Tankstellen. In Khwai-Village findet man mehrere sehr kleine Geschäfte, die aber nur das notwendigste führen. Vorräte an Lebensmittel, Getränken und Treibstoff müssen vom Chobe National Park aus kommend schon in Kasane eingekauft werden. Vom Süden aus kommend, ist Maun der einzige wirkliche Ort sich mit Vorräten aller Art einzudecken. Vorm Xakanaxa-Camp soll von Moremi Safaris ein kleiner Shop eingerichtet worden sein. Hier werden kalte Getränke, das nötigste an Lebensmittel und Kleidung zu günstigen Preisen verkauft, falls dieses Geschäft noch existiert.

Im Moremi gibt es fünf Lodges und außerhalb in der Peripherie noch weitere 16. Alles sind Luxus-Camps mit Chalets und Zelten. Die Campingplätze im Moremi sind äußerst spartanisch eingerichtet. Wasser, Abfalleimer, Toiletten und Duschen sind aber vorhanden. Das Wasser für die Duschen muss selbständig mit einem Feuer beheizt werden. Ansonsten wird kalt geduscht.

Besonders schöne Stellen im Park sind Xakanaxa, Bodumatau, Mboma Island, Dombo Hippo Pools (hier gibt es auch eine Aussichtsplattform) und den Überflutungsgebieten des Kwhai River. Überall sind sehr schöne Landschaften mit vielen Pflanzen und Tieren zu bestaunen. Im Park können Bootstouren durchgeführt werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit sich mit einem Mokoro (Einbaum) durchs Delta fahren zu lassen.

Kalahari
Central Kalahari Gmae Reserve

Der Central Kalahari Game Reserve (CKGR) ist einer der entlegensten und unberührtesten Landstücke Afrikas. Außerdem ist er ein sehr rauer Teil des Kontinents. Der CKGR ist mit fast 53.000 km² der größte Nationalpark Botswanas. Ursprünglich ist der Park 1961 nicht speziell für die Tiere errichtet worden, sondern um den San´s und den Bakgalagadi´s die natürlichen Reserven zu erhalten. Hierdurch wurde ihnen die Möglichkeit geschaffen ihre traditionelle jagende Lebensweise fortzuführen. Heute leben hier bis zu 2.000 Menschen permanent und während der Regenzeit bis zu 3.000. Xade ist die einzige größere Ansiedlung in der es ein kleineres Geschäft, eine Schule, ein Scout Camp, eine Klinik sowie ein Flugfeld gibt. Den Bewohnern ist es gestattet Ziegen, Esel und Pferde zu halten aber keine Kühe.

Das Kalahari-Becken ist die größte durchgehende Sandfläche der Welt und bedeckt mehr als dreiviertel des Landes. Die Kalahari erstreckt sich auch in den Nachbarländern Botswanas. Ihre Größe beträgt, je nach Auslegung, ca. 1,5 Mio. km². Hier kann sich der Reisende noch der Einsamkeit und die unendlichen Weite Afrikas hingeben.

Innerhalb der Kalahari sind riesige Diamantenfelder gefunden worden, auch im CKGR. Die Kalahari hat zwei Gesichter. Während der Trockenzeit äußerst öde und vertrocknet. Aber während der Regenzeit von November bis März wandelt sich das Bild.

Vor allem der nördliche Teil des CKGR wird grün und überall sind Tiere zu sehen. Tausende Springböcke, Oryx und Gnus wandern über die Ebenen. Löwen, Geparde und Schakale durchstreifen die Kalahari nach Beute. Auch leben in der Kalahari Geckos, Skorpione und natürlich Erdhörnchen, Geier und andere Vögel.

Aber Regenfälle in der Kalahari sind unberechenbar. In manchen Jahren können sie ganz ausfallen. In der Kalahari wachsen regelrechte Akazienwälder. Auch Dornbüsche sind überall zu finden. Deshalb muss man auf den Zeltplätzen sehr sorgfältig die Dornen vor dem Zeltaufbau entfernen. Auch muss man wegen dieser Dornen bei Fahrten in der Kalahari immer mit einer Reifenpanne rechnen. Im Falle einer Panne sollte man sich selbst helfen können. Einige Wege werden Wochen nicht genutzt. Weder von Touristen noch von den Scouts. In der Kalahari sollte man nur mit einem 4WD-PKW fahren. Wegen den riesigen Entfernungen sollten die Spritvorräte sorgfältig kalkuliert werden und man muss immer eine größere Reserve mitführen. Die Strecken können je nach Witterungsverhältnissen äußerst schwierig sein und den Verbrauch in die Höhe schnellen lassen.

Von Maun bis nach Ghanzi durch die Kalahari über Kuke Corner, Deception Pan und Xade sind es auf direkter Strecke ca. 520 Kilometer. Dazu kommen noch verschiedene Game Drives.

Von Maun oder auch Ghanzi aus kommend fährt man schon einige Kilometer innerhalb des CKGR bevor das Scout Camp erreicht wird. Während der Trockenzeit sind die Wege vom Kuke Corner bis Pipers Pan durch das Deception Valley sehr gut zu befahren. Nach Regenfällen kann es sehr schwierig werden und ohne 4WD geht nichts mehr. Vor Xade führt eine ca. 100 Kilometer lange Strecke auf tiefer, sandiger Piste über weite Strecken bergauf. Dies bedeutet, es muss mit viel Sprit und Zeit kalkuliert werden. Die Strecke ist schwer befahrbar.

Neben Genügend Sprit muss auch an Wasservorräte gedacht werden. Im CKGR gibt es außerhalb der Scout Camps nur an wenigen Stellen, den Dörfern der San´s, Wasserstellen. Auf den Campingplätzen gibt es weder Toiletten, Duschen oder feste, gesicherte Feuerstellen. Sehr zu empfehlen ist ein GPS-Empfänger. Außerhalb Xade´s gibt es keinerlei Shops im CKGR. Also können keine Getränke und Lebensmittel eingekauft werden. Auch genügend Ersatzteile sind wichtig.

Eine besonders schöne Stelle in der Regenzeit ist das Deception Valley im Norden des CKGR. Empfehlenswerte Campingplätze sind Sunday Pan und Pipers Pan.