Die Länder unserer Reise

Allgemein

Trotz aller schlechter Nachrichten wurden wir sehr freundlich in Simbabwe empfangen. Auch die Zollformalitäten und die Gepäckausgabe waren problemlos. Für Simbabwe wird ein Visum benötigt, das bei der Einreise beantragt werden kann.

Innerhalb einer Stunde waren wir auch schon wieder aus Simbabwe ausgereist und in Sambia. Auch für Sambia wird ein Visum benötigt. Der Reiseleiter oder die Reisegesellschaft, bzw. Lodges können auf Wunsch hierbei behilflich sein. In Sambia, auf der Livingstone Safari Lodge, konnten wir uns zwei Tage akklimatisieren und hatten die atemberaubenden Victoria Fälle und den Mosi-O-Tunya-Zoological-Park besucht.

Dann ging unsere Safari so richtig los. Wir fuhren nach Botswana. Hier hatten wir die Parks von Chobe, im Okawango Delta den Moremi und den in der Kalahari besucht. Zwischenstopps machten wir in Maun, im Crocodile Camp, und in Ghanzi, im Kalahari Arms Hotel. Für Botswana wird momentan kein Visum benötigt.

Zum Abschluß unserer Reise fuhren wir nach Namibia. Hier besuchten wir zuerst einmal bei Gobabis die großartige Harnas Farm. Anschließend ging es weiter nach Windhoek und Swakopmund. Zur Einreise nach Namibia benötigten wir kein Visum.

Vor Reiseantritt sollte man sich über die aktuellen Reisevorschriften informieren. In allen diesen Ländern ist es wichtig, dass man nur neuere US$-Scheine mitnimmt. Die alten werden häufig nicht mehr akzeptiert.

Botswana
Karte Botswana

Nachdem 1966 das bis dahin vernachlässigte Botswana unabhängig wurde von Britannien, startete eine afrikanische Erfolgsstory. Kurz nach der Unabhängigkeit entdeckte man hier die drei größten Diamantenminen der Welt. Heute ist Botswana das Vorzeigeland Afrikas. Das Gesundheitssystem, die Ausbildung und vor allem die Wirtschaftslage ist auf höchstem Niveau. Botswana hat eine wachsende Wirtschaft, die auf den freien Markprinzipien basiert. Getragen wird dies durch die riesigen Diamantenfunde. Es ist ein friedliebendes Land. Aber wo viel Licht ist, ist leider auch Schatten. Botswana hat, wie alle anderen Länder im Süden Afrikas, mit einer hohen Aids-Rate zu kämpfen.

Mit seinen 1,7 Millionen Einwohnern auf ca. 581.730 km Fläche ist Botswana in vielen Regionen nahezu menschenleer. Die Hauptstadt Gaborone hat 192.000 Einwohner. Neben englisch werden auch noch die Sprachen Setswana und Sekalanga gesprochen. Im Land leben Christen, Moslems und Anhänger von Naturreligionen.

Die Einreise nach Botswana ist von Sambia zwar unproblematisch, doch werden alle Personen und Fahrzeuge über Desinfektionsmatten und Bäder geführt. Außerdem dürfen keine offenen Fleisch- und Milchprodukte mitgeführt werden. Dies gilt auch im Land, soweit keine Genehmigung vorhanden ist. Um die Wildnis mit ihren Wüsten, Salzpfannen, Savannen und Feuchtgebieten auch weiterhin zu schützen, sind riesige Nationalparks entstanden. Etwa ein fünftel des Landes besteht aus Nationalparks. Hier kann man noch wilde Tiere in der unberührten Natur erleben. Mit 120.000 Elefanten hat Botswana den größten Elefantenbestand ganz Afrikas. Natürlich sind auch Löwen, Leoparden, Geparde, Zebras, Büffel, Gnus, Giraffen und alle möglichen Antilopenarten im Land vertreten. Hinzu kommen noch die ca. 600 Vogelarten, die vorzugsweise im Okawango-Delta leben. Botswana möchte keinen Massentourismus. Wenn man nicht auf Komfort verzichten möchte kann eine Reise in diesem Land sehr teuer werden. Botswana gilt auch als relativ sicheres Reiseland. Aber auch hier sollten die normalen Vorsichtsmaßnahmen nicht vergessen werden. Botswana ist von seinen Nachbarländern über gut ausgebaute asphaltierte Straßen zu erreichen, die auch zu den wichtigen Touristenzielen führen. Die Wege im Park sind je nach Jahreszeit und Wetterverhältnissen gut bis überhaupt nicht zu befahren.

Das Außenministerium von Botswana hat natürlich eine eigene Webseite über den Tourismus.

Sambia
Karte Sambia

Sambia wird von acht Ländern im Süden Afrikas eingeschlossen. In Sambia leben ca. 11,1 Millionen Menschen auf einer Fläche von 752.614 km². In Lusaka, der Hauptstadt, 1,7 Millionen.

Zwischen 1880 und 1890 erreichten die ersten britischen Siedler das Land. Cecil Rhodes verwaltete mit der „British South African Company” - BSAC - das von der britischen Krone beanspruchte Territorium, genannt Nordrhodesien. 1924 wurde die Verwaltung an die britische Krone übertragen. Ab 1950 gab es Widerstand gegen die Fremdherrschaft. Am 24.10.1964 wurde Sambia unabhängig mit einer demokratischen Struktur. Nach der Unabhängigkeit ging es Sambia eine zeitlang gut. Nachdem aber der Weltmarktpreis für das Hauptexportgut Kupfer immer stärker verfiel, brachen die Wirtschaft und damit auch die Versorgung des Landes zusammen. Der damals gewählte Präsident führte 1972 das Einparteiensystem ein. Nachdem die Bevölkerung immer unzufriedener wurde über die politische Unfreiheit und dem wirtschaftlichen Verfall, wurden nach immer größeren Protesten 1990 wieder Parteien zugelassen. Die neue Regierung nahm 1991 wichtige Reformen vor um das Land wieder zu stärken. Unter anderem wurden auch wieder die Grenzen geöffnet. Da aber der Kupferpreis weiter drastisch verfiel und zudem zwei Jahre die Regenzeit praktisch ausfiel wodurch die Landwirtschaft stark zurück ging, rutschte das Land wieder ab. Die teilweisen schlimmen Verhältnisse in Sambia in der Gesundheitsvorsorge, in der Wirtschaft und der Bildung sind denen anderer Entwicklungsländern ähnlich. Die auch heute noch schlecht ausgebauten Verkehrswege begrenzen den Transport von Menschen und Gütern und damit die Wirtschaft des Landes.

Durch die schlechte Infrastruktur ist Sambia von den Touristen noch nicht in großer Anzahl entdeckt worden. Sambia hat riesige Nationalparks, viele wunderschöne Landschaften, besonders die Victoria Fälle, und eine gastfreundliche Bevölkerung. Mittlerweile wird der Tourismus im ganzen Land verstärkt gefördert und vor allem in Livingstone gibt es schon viele Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preisklassen.

Hier die offizielle Webseite Sambias

Namibia
Karte Namibia

Namibia hat ca. 1,8 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 824.292 km². In der Hauptstadt Windhoek leben 220.000 Menschen. Mit deutsch und der Amtssprache englisch kommt man sprachlich in Namibia überall weiter. Außerdem werden durch die vielen Bevölkerungsgruppen die in Namibia leben, noch verschiedene andere Sprachen gesprochen.

Bis im Jahr 1915 war das Land als Deutsch-Südwest-Afrika ein deutscher Kolonialstaat. In dieser Zeit fielen auch die ersten Diamantenfunde bei Lüderitz. Nach den Deutschen erhielten die Südafrikaner von einem Vorläufer der Vereinten Nationen, dem Völkerbund, die Kontrolle über das Land. Je mehr die Vereinten Nationen Südafrika nahe legten Südwestafrika in die Eigenständigkeit zu entlassen, umso mehr wurde das Land in Fesseln gelegt. Von den unterdrückten Afrikanern wurde dann die Swapo gegründet. Freie Wahlen wurden verweigert. Nachdem alle Bemühungen der Swapo und der vereinten Nationen fehlschlugen und Südafrika immer brutaler eingriff wurde ein Guerillakrieg von der Swapo eröffnet. Durch die Restriktionen der Südafrikaner und dem Bürgerkrieg wurde die Wirtschaft zerstört und die Bevölkerung zermürbt. Nachdem in Südafrika auch immer größere Probleme entstanden, wurde Südwestafrika in seine Freiheit entlassen. 1989 kam es zu den ersten freien Wahlen und am 21.März 1990 wurde Namibia unabhängig.

Der Name des Landes wurde in Namibia umgeändert, nach der ältesten Wüste der Welt, der Namib. Diese Wüste erstreckt sich vom Atlantik bis 150 Kilometer ins Landesinnere und folgt der ganzen Küste. Namibia hat 1400 Kilometer Küstenlinie. Namibia hatte 2002 eine BIP pro Kopf von 1.683 € und eine Arbeitslosenquote von 34%. Der Namibische Dollar ist direkt an den südafrikanischen Rand gebunden mit einem Umtauschkurs in Namibia von 1:1. Die Haupteinnahmequellen des Staates sind vor allem der Bergbau mit seinen Diamanten, Gold, Silber, Uran, Marmor, Granit und noch vielem anderen. Auch Landwirtschaft, Fischerei und immer stärker der Tourismus tragen die namibische Wirtschaft.

Hier auf der offiziellen Webseite Namibias könnt ihr weitere Infos erhalten
Besser gefällt mir die Seite von Namibia Info Net.

Simbabwe
Karte Simbabwe

Simbabwe hat eine Größe von 390.757 km². Es leben dort 14 Millionen Menschen im Land, davon 1,6 Millionen in Harare, der Hauptstadt.

Mit Unterstützung der englischen Königin Victoria, unterwarf Cecil John Rhodes mit harter Hand die Völker der Ndebele und Shona. 1895 wurde Rodesien auf die Landkarten gezeichnet. Ein erster Freiheitskampf endete 1897 mit der Erhängung der Anführer. Schwarze Afrikaner wurden immer stärker unterdrückt. Nachdem Ian Smith 1964 Präsident von Rhodesien wurde, erklärte er einseitig die Unabhängigkeit des Landes. Vor allem weil die weiße Bevölkerung die Bedingungen Englands zur Unabhängigkeit nicht akzeptieren wollte. Es kam zu einem zweiten Bürgerkrieg, der diesmal mit freien Wahlen endete. Politisch und wirtschaftlich wurde nicht viel erreicht. 1980 gewann Mugabe die Wahl. Simbabwe wurde zu einem äußerst erfolgreichen Land. Leider holte das Land in den 90ern Vetternwirtschaft und Korruption ein. Nachdem es Simbabwe immer schlechter ging und Mugabe Angst bekam die Wahlen von 2000 zu verlieren, wurden weiße Großgrundbesitzer verfolgt und vertrieben. Farmen wurden besetzt. Momentan steuert das Land immer stärker auf eine Katastrophe zu. Eine Opposition wird derzeit eingeschüchtert.

Simbabwe hat eine jahrhunderte alte Kultur sowie eine faszinierende Natur. Größere Reisen im Land sind zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht zu empfehlen. Der Bereich der Victoria Fälle scheint momentan noch sicher zu sein. Bevor man die wunderschönen Landschaften, Nationalparks und die Victoria Fälle besucht sollten vorab die aktuellen Neuigkeiten und Warnhinweise beachtet werden. Außerdem sollten die Vorräte aufgefüllt und die Tanks voll sein.

Die offiezelle Webseite von Simbabwe ist leider zur Zeit nicht aktiv. Weiter Infos könnt ihr bei der BBC erhalten.