Die Nekropole von Theben

Im Neuen Reich war Luxor unter dem Namen Weset die Hauptstadt von Ober- und Unterägypten. Luxor hat ungefähr 60.000 Einwohner und liegt 600 km südlich von Kairo. Von Luxor aus starten die meisten der rund 300 Nilkreuzfahrtschiffe ihre Reise in Richtung Assuan.

Luxor ist das größte Freilichtmuseum der Welt. Hier sind die beiden Tempelanlagen von Luxor und Karnak und auf der anderen Nilseite in Theben-West sind noch das Tal der Könige mit seinen vielen Gräbern, die Memnon-Kolosse, der Tempel der Hatschepsut und viele viele andere Totentempel zu bestaunen.

Die Nekropole Theben liegt am Westufer des Nils gegenüber der modernen Stadt Luxor. Sie ist möglicherweise die reichste archäologische Stätte der Welt und auch eine der größten. Sie ist sechs Quadratkilometer groß und war der Bestattungsort der ägyptischen Pharaonen des Neuen Reiches, sowie der Noblen, Beamten und Priester. Tausende Gräber wurden hier angelegt, von riesigen unterirdischen Komplexen im Tal der Könige bis zu weniger ausgearbeiteten Gräbern im Tal der Königinnen und kleinen, aber gekonnt dekorierten Gräbern der Noblen. Es gibt Dutzende königlicher Totentempel und eine große Anzahl von Schreinen, Palästen, Siedlungen, christlichen Klöstern und paläolithischen Werkstätten.

Theben läßt sich in drei Gebiete unterteilen:

  • Das Fruchtland, das zwischen dem Nil und der Wüste liegt. Hier kann man nur wenige Spuren archäologischen Materials finden. Die jährliche Nilflut brachte Schlick und Wasser auf das Überschwemmungsgebiet, ehe der Assuan Staudamm in den frühen sechziger Jahren gebaut wurde, und begrub die antiken Stätten unter einer meterdicken Schlammschicht. Aber für die moderne Wirtschaft ist dies ein wichtiges Gebiet auf dem Westufer. Zuckerrohr, Dattelpalmen, Gemüsegärten - alles das trägt zum täglichen Bedarf im modernen Ägypten bei.
  • Flache Wüste. Ein Gebiet von welligen Kalksteinhügeln, wo die Ägypter des Neuen Reiches ihre Totentempel entlang dem Rand der Wüste bauten. In den Hügeln bestatteten sie ihre Hofbeamten. Heutzutage bedecken Lehmziegelhäuser die Hänge der Hügel. Noch vor einem Jahrhundert lebten die Dorfbewohner nicht schlecht vom Plündern der Noblengräber unter ihren Füßen. Heute arbeiten sie für archäologische Forschungsteams und die ägyptische Altertümerverwaltung, um dieselben Gräber zu schützen.
  • Karge Wüstenklippen und Berge. In diese haben sich tiefe Wadis (Täler) eingegraben, in denen Stätten wie das Tal der Könige, das Tal der Königinnen und die Arbeitersiedlung von Deir el-Medine liegen.

Am Mittwoch den 30.10.2002 wurden wir um 6 Uhr geweckt. Nur bis um 7 Uhr hatten wir Zeit für unser Frühstücksbuffet, weil es sehr früh los ging zu unseren Ausflugsziel, der Nekropole von Theben, der Stadt der Toten.

Mit dem Bus fuhren wir zum Tal der Könige. Auf unserem Weg dorthin, kamen wir an den einsam stehenden Memnonkolosse vorbei. Nachdem wir dort einen kleinen Zwischenstopp eingelegt hatten, war unser nächstes Ziel der Tempel der Hatschepsut. Danach ging es ins Tal der Könige wo wir verschiedene Gräber besichtigten. Die Gräber waren das von Ramses III, das von Amenophis II und von Ramses IV.

Nachdem wir um 13 Uhr auf unser Schiff eintrafen, legte es auch schon ab, um nach Esna zu fahren. Esna liegt ca. 60 km südlich von Luxor. Für die meisten Touristen nur bekannt wegen den Nilschleusen. Seit 1996 gibt es dort eine neue große Schleuse. An der Alten gab es schon mal bis zu zwei Tage Wartezeit um diese passieren zu dürfen.

Während der Fahrt dorthin, gab es das Mittagsbuffet. Anschließend hatten wir die Möglichkeit die fakutaltiven Ausflüge zu buchen. Für die Stadtrundfahrt in Assuan (13 €) und die Luxor Rundfahrt (20 €) habe ich mich entschieden. Auch wurden die Trinkgelder (38 €) für die gesamte Tour, inkl. Kairo, bezahlt. Diese Unsitte, des vorab gezahlten Bakschisch, ist mittlerweile häufig auf den verschiedenen Schiffen anzutreffen. Hierbei sind normalerweise die Trinkgelder für alle Fahrten auf Booten, Kutschen und auf dem Nilschiff, die von der Reiseführung organisiert wurden, eingeschlossen. Für übermäßigen guten Einsatz sollten aber trotzdem noch kleine Bakschisch-Zahlungen übrig sein.

Um 19 Uhr war die Vorstellung der Abteilungsleiter von der Bordcrew. Anschließend wurde um 19:30 Uhr das Abendessen aufgetragen. Um 21:30 fuhren wir durch die Schleuse von Esna.