Mythen und Geschichten aus Ägypten

Die ägyptische Mythologie beschäftigt sich mit der religiösen Vorstellung der Bevölkerung im alten Ägypten.

Nach der Austrocknung der nordafrikanischen Wüsten wurden die Jäger- und Sammlerkulturen in Ägypten sesshaft als Ackerbau treibende Bauern. Ihre bisherige wüsten-nomadische Totem-Religion traf auf einheimische Bauernreligionen und vermischte sich mit diesen.

Der Glaube an einen oder mehrere unterschiedliche Götter existierte auch im prädynastischen Ägypten in fast jedem Dorf, wie auch in vielen anderen alten Kulturen. Durch den Zusammenschluss zu kleineren Teilreichen wurde auch die jeweilige Religion in die umliegenden Dörfer und Gegenden weitergetragen. So bildete sich ein zusammenhängendes Konglomerat aus verschiedensten religiösen Ansichten. Im Laufe der Zeit enstand die heute bekannte ägyptische Mythologie mit ihrer Göttervielfalt.

Der das Leben bestimmende Nil war natürlich maßgeblich für die Entstehung der altägyptischen Religion. Ob im Niloberland oder im Delta, das Leben hing von der jährlichen Nilschwemme ab, die den fruchtbaren Nilschlamm für erfolgreiche Ernten in die Ebene spülte. Die Nilflut ließ sich über die Stellung der Gestirne am Himmel relativ genau vorhersagen. Hierdurch beschäftigten sich die Ägypter schon früh mit den Grundlagen der Astronomie, die dann auch Einfluss auf ihre Religion nahm.